So von 3:30 Uhr bis 5:00 war die Nacht unterbrochen von so heftigem Sodbrennen, das ich also vorm PC im www durchgeklickt habe.
Blogs die ich kenne und verfolge und Blogs die ich noch nicht kannte.
Sind auch viele bei, die sich einfach nicht lohnen für mich, aber einige eben schon.
Während ich mich also durch die Blogs dieser Welt klickte, wollte ich dann mal wissen wieviele deutschsprachige es gibt.
Genaue Zahlen gibt es wohl nicht, aber ca. 1 000 000, von denen ca. 30 000 regelmäßig "gepflegt" werden.
Von mir gefühlt scheint mindestens jeder 4. Blog ein "Schwangerschafts-, bzw. Mamiblog" zu sein.
Und irgendwie scheint meiner Meinung nach da bei Frauen was durchzuknallen.
Da kann man sich Fotos sämtlicher Coleur anschauen:
Fotos der Kinder, der Häuser, der Straße, der Autos, der Kinderzimmer und Wohnungen.
Dann auch noch Vorlieben der Kinder, wie Essen, Trinken, Lieblingsspielzeug, Lieblingsworte, etc.
Ich habe ja schon mal erwähnt, das es in meinem Blog keine Fotos unserer Familie geben wird.
Erst einmal um die Persönlichkeitsrechte meines Kindes zu respektieren.
( Die Fotos die meine Mutter von mir süß findet, sind meist die, die ich als Erwachsene extrem peinlich finde.)
Natürlich könnte ich ihn fragen, ob ich darf, aber mit 7 Jahren ist der ja noch nicht mal ansatzweise geschäftsfähig und kann die Konsequenzen überhaupt nicht abschätzen.
Es würde schon eine gehörige Portion Brain-AFK dazugehören, das ich mein Kind zu Selbstverteidigungskursen schicke, in dem ihm die Polizei nochmals erklärt, das er gar nicht mit Fremden reden soll und wie er sich im Falle eines Falles verhalten soll und dann quasi bildhaft Fremde in sein Leben einzuladen.
Wenn ich also schon mein Leben im Blog ausbreite, dann spielt er natürlich eine große Rolle darin und es gibt wirklich viele Situationen, die mein Kind noch komischer gestaltet durch sein Verhalten.
Deshalb kommt er auch in meinem Blog vor.
Genauso wie der werdene Vater.
Aber wenn meine 18jährige Cousine meinen 19jährigen Bruder sogar fragt, ob sie auf ihre Fotoseite im www ein besonders gelungenes Foto von ihm einstellen darf und er wenigstens die Option hat, das zu verneinen, dann finde ich es schon bizarr, das gerade Eltern ihren Zöglingen diese Möglichkeit gar nicht lassen.
Nein, sondern auch noch Fotos anderer Kinder mitveröffentlichen.
Wurden da die Eltern gefragt?
Und ja, meine beste Freundin hat auch Fotos ihres Kindes online.
Aber wenigstens nicht ihres Hauses, ihrer Wohnung, der Lieblingsspielzeuge und am besten noch des Schulweges.
Promis, die die Rechte ihrer Kinder am eigenen Bild sogar vor Gericht einklagen sind mir sehr symphatisch.
Normalbürger wie ich, die sich aber nicht mal Gedanken über die irgendwann einsetzende Schamhaftigkeit und Sicherheit ihrer Kinder machen, machen mir Angst.
Vor allem, weil es gerade für diejenigen, denen es nicht reicht nur die Familie und Freunde per mail mit Fotos zu beglücken doch die Möglichkeit gibt Blogs zu führen bei denen man wenigstens die Fotos oder gar ganze Artikel mit Paßwort schützen kann.
Und so wenigstens einen Einfluß darauf hat, wer da bitte schön so regen Anteil am Leben und Werden meines Kindes haben möchte.
Donnerstag, 20. August 2009
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